Bekleidung

Hardshell, Isolation und Funktionsschichten im Zwiebelprinzip.

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Outdoor-Bekleidung funktioniert als System, nicht als Einzelstück. Das Zwiebelprinzip aus drei Schichten ist deshalb keine Marketingidee, sondern die praktischste Antwort auf wechselndes Wetter und wechselnde Belastung.

Die Basisschicht transportiert Feuchtigkeit von der Haut: Merinowolle riecht kaum und wärmt auch feucht, Kunstfaser trocknet schneller und ist robuster. Baumwolle hat hier nichts zu suchen. Die Mittelschicht isoliert – Fleece für aktive Bewegung und gute Atmungsaktivität, Daune oder Kunstfaserisolation für Pausen und Kälte. Die Außenschicht schützt vor Wind und Regen.

Bei Hardshells zählen zwei Werte: Wassersäule und Atmungsaktivität (RET oder MVTR). 10.000 mm Wassersäule reichen für die meisten Touren, wichtiger sind getapte Nähte, eine helmtaugliche Kapuze und Unterarmbelüftung. Die beste Membran nützt wenig, wenn die Feuchtigkeit von innen nicht entweichen kann.

Praxistipp: Lieber etwas frisch losgehen als warm. Wer beim Start schwitzt, friert nach der ersten Pause.

Worauf es beim Kauf ankommt

  • SchichtprinzipBasis transportiert Feuchtigkeit, Mittelschicht isoliert, Außenschicht schützt. Jede Schicht muss zur nächsten passen.
  • Wassersäule10.000 mm reichen für normale Touren, 20.000 mm für Dauerregen und Rucksackträger mit hohem Anpressdruck.
  • AtmungsaktivitätNiedriger RET-Wert oder hoher MVTR-Wert. Unterarmreißverschlüsse regulieren zuverlässiger als jede Membran.
  • PassformGenug Platz für die Mittelschicht, aber nicht so weit, dass Wind unter die Jacke zieht. Ärmel müssen beim Armheben mitgehen.
  • PflegeMembranjacken regelmäßig waschen und imprägnieren – eine verschmutzte Oberfläche verliert Atmungsaktivität, nicht Dichtigkeit.

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