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Ratgeber

Aires de Camping-Car in Frankreich: Der Wohnmobil-Guide

Über 5 000 Aires de Camping-Car in Frankreich: Atlantik, Provence, Bretagne, Alpen. Plus die Maut, France Passion und die besten Apps.

Aktualisiert am 4. Juni 20268 Min. LesezeitVon Redaktion OutdoorFokus

Frankreich ist das Geburtsland der Aires de Camping-Car – Stellplätze, die in fast jeder Gemeinde von der Mairie eingerichtet werden. Über 5 000 davon stehen kostenlos oder für 5–12 € pro Nacht zur Verfügung.

Aires de Camping-Car Kategorien

Aire municipale (kommunal): Vom Ort betrieben, oft sehr günstig (0–12 €), V/E meist gegen kleine Münzgebühr. Beste Wohnmobil-Infrastruktur in Europa.

Aire privée: An Restaurants, Höfen, Weingütern. Meist 10–20 €.

France Passion: Netzwerk von 2 200+ Höfen, Winzern und Restaurants, die kostenlos Stellplatz anbieten – im Tausch für „” und idealerweise Einkauf der Produkte. Jahresbeitrag 35 €.

Camping: Klassischer Camping mit allen Infrastrukturen. Frankreich hat über 8 000 Campingplätze.

Mautsystem

Französische Autobahnen sind privatisiert und teuer. Wohnmobile bis 3,5 t = Klasse 2. Strecke Paris–Marseille ca. 90 €. Klasse 3 (über 3,5 t) noch teurer.

Telepass / Liber-T: spart Zeit und 10–15 % Kosten, aber Vertrag nötig. Für Gelegenheits-Reisen reicht Bargeld oder Karte an Mautstellen.

Alternative: Routes Nationales (N-Straßen). Langsamer, aber kostenlos und landschaftlich oft schöner.

Top-Regionen

Bretagne

Atlantikküste mit dichtem Aire-Netz. Klassiker: Pointe du Raz, Carnac, Mont-Saint-Michel-Region. Saison: Mai–September, im Hochsommer voll.

Normandie

Geschichte (D-Day-Strände), Klippen (Étretat), Mont-Saint-Michel. Aires günstig (5–10 €).

Atlantikküste (Vendée, Charente, Aquitaine)

Île de Ré, Île d'Oléron, Bassin d'Arcachon, Biarritz. Surfen, Pinien, Austern. Aires in fast jedem Küstendorf.

Provence

Luberon, Gorges du Verdon, Camargue, Provence-Hügel. Aires in Apt, Roussillon, Gordes, Saintes-Maries-de-la-Mer. Sommer extrem heiß und überlaufen.

Côte d'Azur

Teurer und voller. Aires limitiert, viele Verbote für Wohnmobile in Cannes, Nizza, Monaco. Saint-Tropez schwierig.

Alpen

Hautes-Alpes, Mercantour, Vanoise. Bergstellplätze, viele um Briançon, Embrun, Barcelonnette.

Korsika

Fähre Marseille/Toulon/Nizza nach Bastia/Ajaccio (250–500 €). Aires gibt es, aber begrenzt. Kombination mit Campings nötig.

Kosten pro Nacht

RegionAire kommunalAire privéCamping
Bretagne0–10 €12–20 €25–40 €
Atlantik5–15 €15–25 €30–50 €
Provence8–18 €18–30 €35–65 €
Côte d'Azur20–35 €30–50 €50–100 €
Korsika15–25 €35–60 €

France Passion: das beste Konzept

2 200 Höfe, 200 Restaurants, 100 Winzer im Netzwerk. Du steht kostenlos, kaufst idealerweise etwas (Wein, Käse, Brot, Honig) und unterstützt direkt die lokalen Erzeuger. Atmosphäre meist deutlich besser als kommunale Aires. Karte als Buch oder App.

Regeln

Wildcampen in Frankreich rechtlich grau: In Nationalparks streng verboten, sonst meist toleriert für 1 Nacht abseits der Wege. Strände, öffentliche Parkplätze: oft Schild „” – beachten.

Ortschilder „”: Stellplatz-Verbot in vielen Touristenorten. Immer schauen, was geschrieben steht.

Apps für Frankreich

  • park4night – Standard für Frankreich
  • France Passion – offizielle App
  • CampingCar-Infos – große französische Plattform
  • Camp Out – Aires mit Filterfunktion
  • Caramaps – Karte mit allen Aires

Beste Reisezeit

  • Mai–Juni: ideal für Provence, Bretagne, Atlantik – warm aber nicht heiß
  • Juli–August: Hochsaison, viel los, Aires voll
  • September–Oktober: zweite Hochsaison, perfekt
  • November–April: nur Süden und Korsika ganzjährig fahrbar

Häufige Fragen

Geschrieben von

Redaktion OutdoorFokus

Das OutdoorFokus-Team testet und recherchiert Outdoor-Ausrüstung mit jahrelanger Tour-Erfahrung in Alpen, Skandinavien und Mittelgebirge.

Veröffentlicht am 4. Juni 2026. Zuletzt aktualisiert am 4. Juni 2026.